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Ferrari 250 TR59/60 Fantuzzi Spyder s/n 0774TR
Pirro.com

17.11.2012, 18:33:36 cet

Chichester, 20. Juni 1999

18 Ferrari beim siebten Festival of Speed
Vom 625 F1 zum 333 SP
Zwei Autos von Chris Amon
50 Jahre Nachkriegs-Le Mans
Zahlreiche Ferrari-Veteranen gingen fremd
Kann es der Earl im Jahr 2000 noch besser machen?

18 Ferrari beim siebten Festival of Speed
Die britischste aller automobilen Großveranstaltungen hat auch bei ihrer siebten Auflage nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Wenn Charles, der Earl of March an Kinrara, ins südenglische Goodwood ruft, kommen alle gern – die Weltelite des Motorsports, die Besitzer legendärer Rennwagen und Zehntausende von Zuschauern. Obwohl sich die sportliche Bedeutung des Festival of Speed in Grenzen hält, fanden sich 1999 insgesamt 18 Ferrari ein, um die 1,867 Kilometer lange Bergrennstrecke zu erklimmen. Bei der Jagd nach der Bestzeit spielte allerdings keiner von ihnen eine Rolle, zumal der modernste Ferrari, ein 333 SP (#001), unbeweglich im Paddock stehen blieb. Schnellster Ferrari-Pilot war Rick Hall, der mit dem 312 B (#003) aus der Donington Collection 56,33 Sekunden benötigte. Schnellster des Wochenendes war McLaren-Testfahrer Nick Heidfeld, der mit dem weltmeisterlichen McLaren-Mercedes MP 4/13 aus dem Vorjahr nur 41,6 Sekunden benötigte und damit einen von Jonathan Palmer vor drei Jahren aufgestellten Rekord unterbot.

Vom 625 F1 zum 333 SP
Der älteste Ferrari des Festivals war ein 625 F1 (#0540), der 1955 an Alfonso de Portago verkauft worden war, der ihn bei zahlreichen Grand Prix ohne Meisterschaftsstatus einsetzte. Schon seit 40 Jahren haftete diesem Wagen hartnäckig der Ruf an, der Siegerwagen des denkwürdigen Grand Prix von Monaco 1955 zu sein, wofür es allerdings keinen Beweis gibt.
Im Fahrerlager standen drei Generationen der erfolgreichen Renn- Berlinetta mit Gioachino Colombos V12 und drei Litern Hubraum einträchtig nebeneinander: Wie in den Vorjahren, war Paul Vestey mit seinem 250 GT (#0607GT) erschienen, der nicht irgendein "Tour de France" ist, sondern genau jenes Exemplar, das mit seinem Sieg bei der französischen Rundfahrt 1957 für den Beinamen dieses Ferraris sorgte. Daneben stand der 250 GT SWB (#2689GT) von Michael Cowdray, der 1961 Dritter und Klassensieger in Le Mans wurde. Ein alter Bekannter in Goodwood wurde ein Jahr später Dritter in Le Mans, belegte allerdings nur den zweiten Platz seiner Klasse: der 250 GTO (#3757GT) von Pink Floyd-Drummer Nick Mason, der an diesem Wochenende von dessen Gattin Annette politiert wurde.

Zwei Autos von Chris Amon
Der Dino 246 Tasman (#0010) von Sally und Dudley Mason-Styrron und ein frisch rekonstruierter 312 F1 (#0019), gefahren von Paul Osborn, von repräsentierten Ferraris Monoposti der 60er Jahre. Beide wurden damals von Chris Amon gefahren, aber während der eine sehr erfolgreich war (mit ihm holte der Neuseeländer 1969 die Tasman-Meisterschaft) schrieb der andere eines der unrühmlichsten Kapitel der Ferrari-Historie. 1969 holte die Scuderia in der Konstrukteurs-Meisterschaft ganze sieben Punkte.

50 Jahre Nachkriegs-Le Mans
Zwei große Themen bestimmten 1999 das Festival of Speed und belegten den Platz vor der Säulenfassade von Goodwood House: Thema Nummer 1 war die bayrische Marke Audi samt ihrer sächsischen Wurzeln, und Thema Nummer 2 waren die 24 Stunden von Le Mans. Beim ersten Nachkriegsrennen an der Sarthe siegte vor genau 50 Jahren erstmals ein Ferrari, der von Luigi Chinetti gefahren worden war. Leider fehlte der seinerzeit siegreiche 166 MM in Goodwood, aber dafür waren zwei originale Siegerwagen der acht späteren Erfolge zugegen: Paul Frère steuerte den 250 TR 60 (#0774TR), mit dem er 1960 gewann, und Phil Hill den letzten Le Mans-Sieger mit Frontmotor, den 330 TRI (#0808) aus 1962. Frère und Hill wurden übrigens bei ihren Siegen vom 1998 verstorbenen Olivier Gendebien unterstützt.
Der Siegerwagen aus 1960 gehört Paul Pappalardo aus Florida und ist Stammgast bei historischen Renn-Veranstaltungen. Beim 62er Sieger verhält es sich etwas anders: Er ist Bestandteil des Collection Mas du Clos, und für den Veranstalter ist es wahrhaft eine Auszeichnung, wenn Pierre Bardinon, Besitzer dieser Sammlung, eines seiner Schmuckstücke zur Verfügung stellt.

Zahlreiche Ferrari-Veteranen gingen fremd
Unter den zahlreichen Le Mans-Siegern und anderen prominenten Fahrern, die nach Goodwood gekommen waren, hatten viele zu ihrer aktiven Zeit einen Ferrari bewegt. Aber seien wir ehrlich – wer hatte das eigentlich nicht? Tony Brooks, Stirling Moss, John Surtees, Derek Bell, Jacky Ickx, René Arnoux – die Liste ließe sich noch fortsetzen.
Patrick Tambay und Michele Alboreto waren indes standesgemäß motorisiert: Tambay fuhr den 126 C2B s/n 065, mit dem er 1983 seinen mittlerweile legendären Sieg in Imola feierte – der übrigens bis zu Schumachers Sieg in diesem Jahr er letzte Ferrari-Triumph an dieser Stelle blieb.
Der 156-85 F1 s/n 082, den Michele Alboreto in Goodwood fuhr, glich dem Wagen, mit dem er 1985 Vize-Weltmeister wurde, bis aufs Haar. Es handelte sich jedoch um das Einsatzauto seines Teamkollegen Stefan Johansson. Der Italiener und der Schwede scheinen auch eineinhalb Jahrzehnte nach ihrer gemeinsamen Zeit bei Ferrari nicht voneinander loszukommen: In diesem Jahr waren sie Teamkollegen in der Le Mans- Equipe von Audi.

Kann es der Earl im Jahr 2000 noch besser machen?
Nach soviel hochkarätigem Altmetall und den zahlreichen Stars, die Autogrammjäger das ganze Wochenende über in Atem hielten (und umgekehrt übrigens) bleibt abzuwarten, was sich der Earl of March für das Festival of Speed des Jahres 2000 einfallen läßt. Das Starterfeld dieses Jahres dürfte sich nur schwer überbieten lassen. Aber schließlich hat der britische Adlige auch bisher einen unermüdlichen Erfindungsreichtum an den Tag gelegt.

Gregor Schulz

625 F1 s/n 0540, David Vine
625 F1 s/n 0540, David Vine
250 TR 60 s/n 0774, owned by P. Paul Pappalardo and driven by Paul Frère, 330 TRI s/n 0808, owned by Pierre Bardinon and driven by Phil Hill
250 TR 60 s/n 0774, owned by P. Paul Pappalardo and driven by Paul Frère, 330 TRI s/n 0808, owned by Pierre Bardinon and driven by Phil Hill
Ferrari 330 TRI s/n 0808, owned by Pierre Bardinon and driven by Phil Hill
Ferrari 330 TRI LM Fantuzzi Spyder s/n 0808
625 F1 s/n 0540, David Vine
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