Events Report - Grand Prix de Monaco Historique

Monaco, 3. und 4. Mai 1997

Bekanntlich kommen nicht viele Rennfahrer in den Genuß, einmal ein Rennen auf dem Stadtkurs von Monaco fahren zu können. Noch seltener hat natürlich ein Nicht-Rennfahrer die Möglichkeit, den 1929 zum ersten mal befahrenen Parcours auf dem Beifahrersitz neben einem Rennprofi zu umrunden, und dies nicht etwa im Stop-and-Go-Verkehr, sondern im Renntempo.

Anläßlich des Historischen Monaco Grand Prix 1997 hatte der Autor die Chance, während der Rennpause, in der die Fürstenfamilie ihre Mittagsruhe hält, neben Emanuele Pirro in einem Ferrari 375MM aus 1954 Platz zu nehmen und durch die Häuserschluchten zu fahren.

Pirro.0376AM.Monaco.01
Auf der Start-und-Ziel-Geraden - Sekunden vorher bin ich in den offenen Rennsportwagen geklettert - tritt Emanuele Pirro das Gaspedal voll durch und läßt die 340 PS des über 40 Jahre alten Spiders spielen.
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Kurz vor St. Devote schaltet er blitzschnell mit Zwischengas hinunter und zwingt den Ferrari im Drift durch die Kurve,
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und dann geht es die Beau Rivage zum Casino hinauf. Auch die Beschleunigung des Wagens ist beeindruckend.
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Sekunden später fliegt das Casino auf der rechten Seite vorüber. Als Rennfahrer hat man hierfür natürlich keinen Blick und den braucht man auch nicht, denn schließlich wohnen die meisten sowieso im kleinen Fürstentum.
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Bergab (wie hier zu Mirabeau) scheint es immer noch ein wenig schneller zu gehen. Emanuele Pirro steuert den Ferrari durch jede Kurve hindurch gekonnt mit dem Gaspedal.
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Am beeindruckendsten ist der Drift durch die Loews-Kurve hindurch. Mein "Chauffeur" dreht kräftig am Lenkrad und arbeitet gegen das ausbrechende Heck.
Die Mauer auf der linken Seite sieht noch immer so aus wie zu Zeiten eines Nuvolari und Caracciola. Danach geht es in den Tunnel, der gar nicht so dunkel ist. Aber in dem Moment konzentriert man sich sowieso nur auf den Sound des Autos - ohne Helm und Ohrenstöpsel ein besonderes Erlebnis.
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Nach Tunnel und Hafen-Schikane führt der Weg am Schwimmbad vorbei. Als Emanuele hier beim Grand Prix 1991 in die Punkte fuhr (6. Platz im BMS-Dallara 191), sah dieser Teil der Strecke noch etwas anders aus. Heute kommt hier wegen der breiten Fahrbahn fast ein Gefühl der Sicherheit auf. 

Wie es hinter der Boxengasse aussieht, bekommt der normale Rennbesucher und TV-Zuschauer nicht zu Gesicht.
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Ein Holzlenkrad mit einem Durchmesser von mehr als 40 cm erfordert natürlich ein ganz anderes Zupacken als ein modernes Mini-Volant mit allerlei Knöpfen. Für Vollprofi Emanuele Pirro ist die Umstellung allerdings kein Problem. Außerdem lenkt es sich so ja auch viel spektakulärer, besonders durch Kurven die Rascasse
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Mir wird auf dem Beifahrersitz klar: Gleich sind wir wieder am Start
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